Der HorseChip ist ein RFID-Leser, der mit einem sehr starken Magnetschloss verbunden ist und ein Brett/Tor verschlossen hält. Sobald ein Pferd mit einem Transponderchip kommt, entriegelt sich der Magnet und das Pferd kann die Tür/das Brett/das Tor mit der Brust aufdrücken. Das Tor fällt unmittelbar wieder ins Schloss, sobald das Pferd durch das Tor gegangen ist. Du kannst den HorseChip in jeden Torrahmen bauen und bekommst so ein chipgesteuertes Einwegtor. D. h. Den Eingang und den Ausgang baut man selbst. Ich habe mittlerweile aber auch einen Anbieter, der das perfekte Tor zu meinem Gerät anbietet.
Für alle Offenstall-Pferde – besonders für ältere, rangniedrige Pferde. Für Pferdegruppen mit unterschiedlicher Heufütterung (Heu / Nassheu / Heulage). Für Pferdegruppe mit unterschiedlichen Weidebedürfnissen.
Das HorseChip-System ist eine einfache innovative Lösung für Offenställe: Ein Selektionstor, das mithilfe einer Transponder-Technologie deinem Pferd gezielten Zugang zu seinem individuellen Futter- oder Ruhebereich ermöglicht. Es erkennt jedes Pferd einzeln und entriegelt einen Durchgang nur für die Tiere, die Zutritt haben sollen. So kannst du Fütterung, Weidegang oder Ruhezeiten optimal steuern – stressfrei und ohne ständigen manuellen Aufwand.
Der Transponder schaltet ein Eingangstor frei. Das Pferd oder die Pferde mit einem Transponder können durch den Durchgang eintreten. Das Eingangstor ist unmittelbar nach dem Durchgang wieder geschlossen. Über ein Ausgangstor kommt das Pferd wieder aus seinem Bereich heraus.
Jeder Stall ist anders. Der HorseChip lässt sich an jedem Durchgangstor montieren. Tipps und Ideen für verschiedene Durchgangstore gebe ich dir gerne. Eine Bauanleitung für ein sehr einfaches Durchgangstor findest du hier.
Siehe hierzu auch unter Tore.
Mir war es wichtig, dass sich jeder Pferdebesitzer eine einfache Lösung leisten kann. Deshalb habe ich ein effizientes System entwickelt, das ohne teure Zusatzinstallationen auskommt – und trotzdem zuverlässig funktioniert.
Nein, nicht unbedingt. Wenn du zwei Eingangstore direkt nebeneinander baust, dann kannst du mit einem Gerät und zwei Magnetschlössern zwei Eingangstore öffnen.
Oder wenn mehrere Pferde den gleichen Eingang nutzen dürfen, dann kannst du beliebig viele Chips (Transponderringe oder Transponderkarten) beim HorseChip einlesen.
Meine zweitalten Pferde haben die Technik in 5 Minuten gelernt und bisher kenn ich kein Pferd, welches es nicht gelernt hat. Meine nachtblinde Stute hat 6 Wochen gebraucht (einmal täglich für wenige Minuten geübt), da hätte ich beinahe aufgegeben. Aber auch die hatte es dann verstanden. Daher glaube ich, dass es jedes Pferd lernen kann.
Der Magnet schließt mit 1900 N, bisher hatte ich auch hier noch kein Pferd, dass den mit voller Wucht geknackt hat. Das machen die Pferde einfach nicht. Ich hatte allerdings einmal eine Schafsherde, die hat es versucht und die haben das auch geschafft. Da haben wir dann noch einen zweiten Magneten zur Verstärkung mit eingebaut. Dann ging auch das nicht mehr.
Grundsätzlich hat der HorseChip zwei Anschlüsse für Magneten, sodass man im Zweifelsfall immer noch nachrüsten kann.
Wenn dann versuchen die anderen Pferde meist über den Ausgang hineinzukommen und auch da gibt es verschiedene Lösungen, um das zu verhindern. Auch hier kostengünstig oder eben dann, wenn die einfachen Lösungen nicht gehen, mit einem zusätzlichen Magnetschloss, um auch den Ausgang zu sichern.
Der Chip wird in die Mähne eingeflochten oder mit einem Klebeband/Panzertape in die Mähne geklebt.
Man kann die Transponderkarte zum Beispiel auch in einen Kofferanhänger stecken und damit in die Mähne flechten.
Ein Halsriemen ist theoretisch auch möglich.



Pro Pferd wird ein Chip benötigt (entweder ein Transponderring oder eine Transponderkarte), der in der Mähne befestigt wird.
Wenn das Pferd gut im Verlieren seiner Chips ist, dann befestigt man idealerweise gleich zwei Chips am Pferd, damit der Eingang immer sicher genutzt werden kann.
Es gibt ganz viele verschiedene Lösungen, die Box zu bauen. Hier findest du ein paar Ideen.
Klassische Boxengröße/Paddockboxgröße mit einem Eingang- und einem Ausgang
Futterschleuse oder Futtergasse mit einem Eingang- und einem Ausgang. Das Pferd kann / soll sich in der Futterschleuse nicht umdrehen.
Eingang und Ausgang werden bewusst voneinander getrennt. z.B. weil die räumlichen Gegebenheiten nicht vorhanden sind. Oder der Futterbereich bewusst außerhalb des Sichtfeldes der anderen Pferde sein soll.
Lösung für zwei Pferde mit einem HorseChip. Die beiden Eingängen werden direkt nebeneinander platziert.
Zwei Herden aber jeweils nur ein Pferd pro Herde benötigt eine Extraportion. Es benötigt nur einen HorseChip, wenn die beiden Eingänge direkt nebeneinander platziert werden.
Noch habe hier kein Praxisbeispiel, aber ich würde das Tor wie folgt bauen. In wenigen Wochen habe diese Lösung auch in der Praxis getestet, dann kommt hier ein Video.
Oben auf Brusthöhe des großen Pferdes ein Brett, welches mit Magnetschloss, Scharnier (Torband) und Feder versehen ist. An dieses Brett kommen dann PVC-Streifen von einem PVC-Streifenvorhang und auf Höhe des Shettys wieder ein Brett. Das untere Brett muss im Zweifelsfall auch nochmal mit einem Magneten gesichert werden. Je nachdem, wie raffiniert das Shetty ist.
Oh, je, eigentlich braucht jedes unserer Pferde eine andere Fütterung. Kann ich den HorseClip auch dafür verwenden. Ja, kannst du, hier ein Beispiel:
8 Pferde mit unterschiedlichen Bedürfnissen:
1. Pferd: reduzierte Heumenge
2. Pferd: volle Heumenge
3. Pferd: nasses Heu
4. Pferd: Heulage
5. Pferd: bedampftes Heu
6. Pferd: Heucobs + Heu
7. Pferd: Heucobs
8. Pferd: volle Heumenge + Kraftfutter
Die Lösung 4 HorseClips mit 8 Magnetschlössern und jedes Pferd bekommt seinen eigenen Selektionsbereich.
